Auftrag

Um Begegnung und Beziehung zu ermöglichen, ist die mobile Seelsorge der Ordenswerke mit ihren Mitarbeitern in Absprache mit den jeweiligen Hausleitungen regelmäßig vor Ort. Dadurch werden Erfahrungen der Kontinuität und Verlässlichkeit möglich, vertrauensvolle Beziehungen können wachsen. Der Einzelne weiß sich in der seelsorglichen Begleitung eingebunden in ein größeres therapeutisches und weltanschauliches Gesamtkonzept.

Unsere Seelsorge arbeitet prozessorientiert und situativ. Bei den Besuchen in den Einrichtungen bietet sie Zeit und Präsenz, ein “offenes Ohr”, an. Die Klienten und Mitarbeiter entscheiden selbst, ob und wie sie Seelsorge nutzen möchten. Dazu sind die Mitarbeiter der Seelsorge auch telefonisch erreichbar, so dass eine gute Betreuung jederzeit möglich ist.

 

Der Auftrag der Seelsorge besteht darin:

  • zu erinnern, (recordare = ins Herz zurückgeben), dass wir Geschöpfe Gottes sind, dadurch einen Platz in der göttlichen Ordnung innehaben
  • bereit zu sein, für den Grund unserer Hoffnung Rede und Antwort zu stehen (vgl. 1 Petrus 3,15 ff)
  • den Anderen hineinnehmen in die eigene Beziehung zu Gott – mitten in der Welt zu sein und doch frei, in Gott verankert
  • uns Gott anzuvertrauen in dem Wissen, dass wir nicht besser oder perfekter sind als andere
  • anzuerkennen, dass Gott am besten weiß, wie die Welt geheilt werden kann
  • dem Nächsten auf Augenhöhe zu begegnen, und darin die Liebe Gottes zu vergegenwärtigen
  • dazu beizutragen, den Nächsten freizusetzen, ihm Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, ihn nicht an sich zu binden, sondern ihm zu helfen, seine von Gott gegebenen Gaben zu entfalten
  • an Brücken mitzubauen – unterteinander und zwischen Himmel und Erde.